[Video] Nachgefragt: Was ist die digitale Transformation?

3D-Druck ist schon lange keine Utopie mehr. Quelle: Fotolia

3D-Druck ist schon lange keine Utopie mehr. Quelle: Fotolia

Ob Smartphone und Smart-Watch im Alltag oder Holografie und 3D-Druck in der Prototyp-Konstruktion, die digitale Transformation betrifft uns alle. Doch was ist mit diesem hochtrabenden Begriff genau gemeint? Sage Experte Dr. Matthias Laux, Vice President Product Delivery Central Europe bei Sage, erklärt es uns kurz und knapp in der Serie „Nachgefragt“.

Was die Dampfmaschine für die industrielle Revolution war, ist IT jetzt für die digitale Transformation. IT ist der wesentliche Treiber von Innovation heutzutage. Das ist keine Entwicklung, die gerade langsam anläuft, wir sind schon seit vielen Jahren mittendrin – und sie beschleunigt sich weiter.

Die private digitale Transformation: von MP3 bis hin zur Virtual Reality

Dr. Matthias Laux ist Director Corporate Technology bei Sage. Quelle: Sage

Dr. Matthias Laux ist Vice President Product Delivery Central Europe bei Sage. Quelle: Sage

Im privaten Umfeld haben wir in den vergangenen Jahren Quantensprünge zum Beispiel in der Fotografie (digitale Fotografie), Musik (MP3) und Telekommunikation (Smartphone, Videotelefonie) gesehen. Doch neue Trends stellen diese Entwicklungen in den Schatten. Gestensteuerung im Video-Gaming-Bereich wie Beispielsweise bei Microsoft Kinect sind nur der Anfang, Holografie wie bei Hololense oder Oculus Rift öffnen die Tore zur virtuellen Realität. Auf dem Mobile World Congress 2016 in Barcelona kündigte Samsung eine Kooperation mit Facebook an. Über die mobile Datenbrille können sich „Facebook-Freunde“  in der virtuellen Realität an jedem beliebigen Ort der Welt verabreden –dank 360° Videos.

Die Revolution des Arbeitsumfelds dank digitaler Transformation

Diese Entwicklungen der User-Interfaces und Hardware haben auch einen besonderen Einfluss auf das Arbeitsumfeld. In der erweiterten Realität können kann nicht nur „gespielt“, sondern beispielsweise auch Prototypen mit Gesten erstellt und via 3D-Drucker produziert werden. Neue Interaktionsparadigmen revolutionieren den Arbeitsplatz. Wo heute Sprachsteuerung via Siri oder Cortana das Diktieren von Nachrichten aller Art ermöglichen, können die Smartphones von morgen Emotionen und den zugehörigen Kontext erkennen und darauf intelligent reagieren, bis hin zum tatsächlichen Lesen und Interpretieren von Gehirnströmen zur Steuerung von Aktionen.

Holografie im Meeting-Raum? Noch Utopie. Quelle: Fotolia

Ebenfalls werden Geschäfts- und Produktionsprozesse immer weiter digitalisiert und damit auch viel enger integriert werden, eine der Facetten beispielsweise von Industrie 4.0. Schon heute stehen Kundendaten – dank Cloud-Lösungen – dem Vertriebsmitarbeiter mobil auf dem Smartphone oder der Smart-Watch zur Verfügung. Big Data erlaubt die Analyse unglaublicher Datenmengen, beispielsweise um Trends zu erkennen, eine Entscheidungsunterstützung für das eigene Geschäft zu liefern, aber auch um unerwartete und doch relevante Zusammenhänge in diesen Datenmengen zu finden. Das Internet of Things mit omnipräsenten Sensoren und anderen Datenquellen wird dabei diese verfügbaren Datenmengen geradezu explodieren lassen.

Die digitale Transformation ist also ein Prozess, der immer weiter und immer schneller voranschreitet. Damit werden sich auch Berufsbilder verändern. Wie beispielsweise der Beruf des „Setzers“ nach Durchbruch des Computers verschwand, werden in Zukunft auch andere Berufe durch digitale Prozesse ersetzt. Dadurch entstehen gleichzeitig aber auch wieder ganz neue spannende Berufsbilder und neue Chancen und Möglichkeiten. Es ist wichtig für unsere Gesellschaft, sich darauf einzulassen und mit der digitalen Transformation offen und konstruktiv umzugehen.

Von Dr. Matthias Laux (@Launix1)

Vice President Product Delivery Central Europe bei Sage

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