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Chatbots: freundliche Assistenten mit Helfersyndrom

„Siri, was ist der Sinn des Lebens?“ „Alles spricht dafür, dass es Schokolade ist“, antwortet die blecherne Stimme des Chatbots im iPhone. Chatbots sind kleine Wunderwerke der Technik – und momentan einer der spannendsten Trends in der digitalen Welt. Die vielseitig begabten Software-Assistenten heißen Siri, Alexa, Liza, Luka oder Pegg.

Große Unternehmen nutzen sie, aber auch ambitionierte Start-ups und moderne Mittelständler. Interessanter Weise lehnt eine Mehrheit der Deutschen die Chatbots laut einer Studie kategorisch ab – dabei haben die Sprachassistenten längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Wir haben jede Menge Wissen über die angesagte Software zusammengestellt.

Zehn wissenswerte Facts zu Chatbots:

1. Chatbots sind plappernde Antwortmaschinen.

Jedenfalls, wenn man ganz schnell erklären möchte, was ein Chatbot ist. Ein wenig technischer gesprochen: Chatbots sind Software-Technologien, die Unterhaltungen mit Menschen simulieren. Oder noch trockener: Bei Chatbots handelt es sich um textbasierte Dialogsysteme.

2. Deutsche Internetnutzer mögen keine Chatbots.

Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung der Entwicklerkonferenz Developer Week (DWX) bei 1.200 deutschen Internet-Nutzern. Auftraggeber der Studie war die Firma Fittkau & Maaß Consulting. Die Ergebnisse sind hochspannend: 70 % sagten, dass sie auf keinen Fall über Chatbots kommunizieren wollen, Frauen waren dabei skeptischer als Männer und die Über-50-Jährigen besonders zurückhaltend. Insgesamt 46 % der Deutschen wussten gar nicht, was Chatbots überhaupt sind.

3. Chatbots gehören längst zum Alltag.

Der starken emotionalen Ablehnung von Chatbots zum Trotz kommunizieren die meisten Internetnutzer in Deutschland längst souverän mit Chatbots – oft, ohne es zu wissen. Apples Siri ist ein Chatbot, bei der digitalen Buchung von Flugreisen antwortet häufig ein Chatbot, beim Online-Auswählen von Mode fragen Chatbots nach, ob die Größe stimmt oder eine andere Farbe gewünscht wird. Chatbots gehören bereits zum täglichen Leben – ob man sie nun bewusst wahrnimmt oder nicht.

4. Chatbots gelten als wahre Multitalente.

Zu Recht. Man trifft Chatbots an allen möglichen und unmöglichen Plätzen der digitalen Welt. Sie informieren über das Wetter, bestellen Blumen, beraten im Internet beim Kleiderkauf, erledigen Finanzgeschäfte, schicken Fans Nachrichten von ihrem Fußballclub, sind Partner bei Onlinespielen oder helfen bei Hotelbuchungen. Es gibt aber auch einige böse Bots, die programmiert wurden, um beispielsweise massenhaft Spammails zu verschicken.

5. Roboter und Chatbots sind ein bisschen miteinander verwandt.

Chatbots haben den Robotern einen Teil ihres Namens zu verdanken: den „Bot“. Und ebenso wie ein Roboter basiert auch ein Chatbot auf einem Computerprogramm, das bestimmte Aufgaben automatisch und völlig selbständig erledigt. Noch enger verwandt sind Chatbots allerdings mit Volltextsuchmaschinen, die sie in Sekundenbruchteilen durchsuchen, um menschlichen Nutzern sinnvoll antworten zu können – also um mit ihnen zu „chatten“.

6. Nicht alle Chatbots haben ein Gesicht.

Eigentlich sogar nur recht wenige. Personalisierte Chatbots sind aber besonders bekannt und beliebt. Ihre Entwickler haben ihnen eine humanoide Persönlichkeit verpasst, die man als „Avatar“ bezeichnet. Übrigens stammt das Wort „Avatar“ aus dem indischen und bedeutet Abstieg – damit ist das Herabsteigen von einer Gottheit in irdische Sphären gemeint.

7. Chatbots sind keine Intelligenzbestien.

Von natürlicher Intelligenz sind Chatbots Lichtjahre weit entfernt. Einige Bots nutzen aber bereits künstliche Intelligenz. Sie sind lernende Suchmaschinen, die ihre Fähigkeiten mit jeder neuen Nutzerfrage erweitern und personalisierte Infos bereitstellen können. Die Kommunikation mit diesen Bots führt bisweilen zu erstaunlichen Resultaten. So weit sind aber längst nicht alle Chatbots. Die schiere Masse der digitalen Assistenten lässt erahnen, dass ihre Qualität sehr unterschiedlich ist.

8. Datenschutz ist auch bei Chatbots ein heißes Thema.

Dauerbrenner Datenschutz – die digitale Welt steht auch beim Thema Chatbots im Zwiespalt zwischen revolutionären Neuerungen, Vereinfachungen und Schutz der Anwender. Viele Anbieter von Chatbots verfolgen ganz genau, wie die Nutzer kommunizieren und konsumieren. Diese Daten sind für sie Gold wert. Anwender von Chatbots entwickeln erst nach und nach ein Gefühl für Chancen und Risiken bei der Nutzung von Chatbots. Betreiber der Chatbots sind daher besonders in der Pflicht, den Datenschutz zu wahren.

9. Sogar philosophieren kann man mit Chatbots.

Jedenfalls mit einem Augenzwinkern. Denn fragt man zum Beispiel Siri ein zweites Mal nach dem Sinn des Lebens, antwortet der iPhone-Assistent: „Ich weiß es nicht. Ich glaube aber, dafür gibt es eine App“.

10. Und auch die Buchhaltung haben Chatbots im Griff.

Der Chatbot Pegg ist ein ausgesprochen aufgewecktes Kerlchen und regelt Ihre Finanzen schnell und zuverlässig. Seine besonderen Merkmale: großes Fachwissen, absolute Vertraulichkeit und eine besonders große Nerd-Brille.

Wie ist Ihre Meinung zu den kleinen virtuellen Heinzelmännchen? Stimmt es, dass sie auf wenig Gegenliebe stoßen? Oder haben Sie selbst schon nützliche Vorteile für sich herausgefunden? Welchen Chatbot nutzen Sie? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!


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