Mitarbeiter binden

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren zur Umsetzung von Work-Life-Balance-Maßnahmen im Unternehmen

Sie möchten Ihre Belegschaft langfristig an sich binden? Neben einer angemessenen Entlohnung bieten Sie in Ihrem Unternehmen Möglichkeiten, um Ihren Mitarbeitern das Arbeiten angenehm zu gestalten: Work-Life-Balance ist mittlerweile ein Muss für alle Firmen, die für junge Talente und Fachkräfte attraktiv sein möchten. Gesunde Mahlzeiten in der Kantine, Sportprogramme oder ein E-Mail-freier Wochentag sind eine gute Grundlage für die gesunde Motivation Ihrer Mitarbeiter. Doch auch das innovativste Incentive und die besten Benefits bringen wenig, wenn das Personal die angebotenen Leistungen nicht annimmt oder noch andere Bedürfnisse in Sachen guter Ausgewogenheit zwischen Privat- und Berufsleben hat. Denn eines ist klar: die meisten Menschen arbeiten um zu leben – und nicht andersherum. Damit Ihre Bemühungen nicht im Sande verlaufen, sollten Sie die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die aktive Förderung der Work-Life-Balance kennen.

Auswahl der richtigen Angebote für individuelle Erfolgsfaktoren

Je nach Branche und Arbeitsplatz hat man natürlich verschiedene Möglichkeiten einen Weg zur Work-Life-Balance einzuführen. Neue Mitarbeiter-Services sollen zunächst einmal das allgemeine Wohlbefinden fördern. Nehmen Sie Ihren Mitarbeitern also das Misstrauen und vermitteln Sie ihnen, dass es nicht darauf ankommt, wie oder wo sie ihre Aufgaben erledigen.

Damit das gelingt, sollten Sie ihre HR-Maßnahmen so wählen, dass sie zur Unternehmensphilosophie und zur Organisationskultur passen. Können Sie dies in die Tat umsetzen, profitieren Sie von Mitarbeitern, die zwar vielleicht morgens länger ausschlafen, dafür aber konzentrierter arbeiten können.

Keine Angst vor der Einführung

Sie sollten demnach vor der Einführung von Work-Life-Balance Maßnahmen im Unternehmen nicht zurückschrecken, denn es wird sich auszahlen: Geld alleine macht Mitarbeiter nicht glücklich. Es geht vor allem auch darum, Ihren Mitarbeitern eine geeignete Plattform für Ihre Kreativität und Leistungsfähigkeit zu bieten. Stellen Sie sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter ein und binden Sie dadurch Ihre Fachkräfte. So werden Sie nicht nur zu einem attraktiven Arbeitgeber für Ihre Mitarbeiter, sondern auch für potentielle Talente. Die Einführung von Work-Life-Balance-Maßnahmen ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

Als Führungskraft kommt Ihnen dabei ein Vorbildcharakter zu: Wenn Sie in einem Fast-Food-Restaurant gesichtet werden, statt sich für das Wok-Gericht in der Kantine anzustellen, machen Sie sich mit Ihren Bestrebungen für ein gesundes Essen unglaubwürdig. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran!

Beteiligen Sie sich beispielsweise an sportlichen Aktivitäten Ihres Unternehmens, gehen Sie auch einmal zu Fuß oder nehmen Sie das Fahrrad. Sie werden staunen, wie stark sich Ihre Mitarbeiter von Ihrer Motivation anstecken lassen.

Schaffen Sie flexible Arbeitszeitmodelle

Bevor Sie die Maßnahmen umsetzen, sollten Sie sich genau überlegen, was zu Ihrem Unternehmen passt und wie dies umgesetzt werden kann. Eine gute Möglichkeit ist die Schaffung von flexiblen Arbeitszeiten – lassen Sie die Mitarbeiter selbst Herr über die Einteilung ihrer Arbeitszeit sein. Egal, ob Teilzeit, Gleitzeit, Jobsharing, Homeoffice oder Sabbatical – flexible Arbeitszeitmodelle stehen bei Arbeitnehmern hoch im Kurs. Das kommt langfristig auch Ihrem Unternehmenserfolg zugute : mit einem Angebot an Ihre Fachkräfte, Beruf und Privates „unter einen Hut“ zu bekommen, können Sie die Motivation und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter deutlich erhöhen.

Besonders beliebt – und auch weit verbreitet – sind Gleit- und Vertrauensarbeitszeitmodelle. Gemeinsam ist ihnen, dass der Mitarbeiter die tägliche Arbeitszeit, in gewissen Grenzen, frei wählen bzw. einteilen kann. „Dann kommt und geht jeder wie er will“ ist ein häufiges Gegenargument für die Einführung dieses Erfolgsmodells. Wenn Sie klare Regeln im Umgang mit Gleitzeit schaffen, z.B. Handhabung von Anwesenheiten zu Meetings, Mindestbesetzungen oder eine Kernarbeitszeit, die sich an den Unternehmenserfordernissen wie bspw. Servicelevels orientiert, lässt sich Vertrauensarbeitszeit sehr gut organisieren und umsetzten.

Teilzeitarbeit ist heute nicht mehr nur eine wichtige flexible Arbeitsgestaltung für junge Mütter. Der Wechsel von Voll- auf Teilzeit bietet sich zum Beispiel auch dann an, wenn Mitarbeiter einen Angehörigen pflegen. Eine ganz moderne Form ist dabei auch das Jobsharing, bei dem sich zwei Mitarbeiter eine Stelle teilen.

Ortsgebundes Arbeiten muss nicht sein

Zur Flexibilisierung der Arbeitszeit gehört jedoch nicht nur der Zeitaspekt. Auch die permanente Anwesenheit vor Ort muss auf den Prüfstand. Arbeiten im Homeoffice hat vor allem den Vorteil, dass lange Anfahrtswege entfallen und die Arbeitszeit flexibel gestaltet werden kann. Dazu kommt: Aufgaben, die eine hohe Konzentration erfordern, lassen sich in den eigenen vier Wänden häufig schneller und effizienter bewältigen als im Büro. Ohne den Zwang zu einem bestimmten Zeitpunkt am Büroschreibtisch zu einer geeigneten Lösung zu kommen, erzielt man oft kreativere Ergebnisse, die beim Wäschewaschen zuhause entstanden sind . Menschen werden häufig dann kreativ, wenn Sie an etwas ganz anderes denken – dies wird sich für Ihr Unternehmen auszahlen.

Aber auch hier müssen gewisse Grundbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung gegeben sein: Das Homeoffice bzw. der nicht ans Büro gebundene Arbeitsplatz muss selbstverständlich die gleichen Bedingungen bieten wie der Schreibtisch im Büro. Eine gute Anbindung an das Firmennetzwerk, ein reibungsloser Zugang zu allen relevanten Informationen mss also gewährleistet sein. Ebenso eine entsprechende Ausrüstung: Sei es die richtige Software auf dem Laptop oder eine funktionierende Möglichkeit für Video- und Telefonkonferenzen.

Mit einer flexiblen Handhabung der Arbeitszeiten und des Arbeitsplatzes lässt sich schließlich auch die Rekrutierung oftmals dringend gesuchter Fachkräfte besser organiseren und weiter ausdehnen. Sie müssen Ihre Suche nicht mehr auf eine bestimme Region beschränken, wenn Sie die Möglichkeit bieten, einfach von zu Hause aus zu arbeiten und via Chat oder Intranet mit den Kollegen zu kommunizieren. Selbst wenn Sie als Unternehmen noch nicht global denken – diese Form der Zusammenarbeit ermöglicht Ihnen die Ansprache einer wesentlich größeren Gruppe von Fachkräften als das klassische Anbegot eines ortgebundenen Schreibtisches. Beschränken Sie sich also nicht selbst und nehmen Sie flexible Arbeitszeiten und -plätze in Ihre Planungen mit auf.

Erfolg lässt sich messen

Natürlich sind Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zeit- und oft auch kostenintensiv, so dass sich schnell die Frage stellt: Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Zur Erfolgskontrolle empfiehlt es sich daher, feste Kennzahlen zu definieren. So können Sie mittelfristig zum Beispiel anhand der Fluktuation oder auf Basis der Krankmeldungen erkennen, wie sich die neuen Services auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirken.

Noch mehr wertvolle Tipps zur erfolgreichen Mitarbeiterbindung lesen Sie im Kapitel „Erfolgsfaktoren“ in unserem E-Book „Work-Life-Balance – Keine Angst vor der Einführung im Unternehmen“.


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